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DVD-Besprechung - Das Geheimnis der Zauberpilze
Story:
Zwei Freunde (Crippler Criss und Master W) wollen sich einen schönen Tag im Wald machen und dazu gehört auch eine Kiste Bier. Dummerweise geraten die beiden in Streit und am Ende liegt einer der zwei Kampftrinker blutend und tot am Boden. Sein Freund versucht zu retten, was zu retten ist und folgt einer geheimnisvollen Spur nach Zauberpilzen, die sehr vitalisierend sein sollen. Doch die Suche nach den Pilzen ist schwierig, denn die verschiedensten skurrilen Typen bilden eine echt herbe Randerscheinung. Was die Suche viel schwieriger macht, ist die Tatsache, dass nicht jeder Waldbewohner freundlich ist.
Meinung zum Film:
„Das Geheimnis der Zauberpilze“ stammt von den beiden Amateurfilmern Werner Timm und Christian Markhoff aus dem westfälischen Gevelsberg. Was die beiden auf die Beine gestellt habenn hat Hand und Fuß und wurde augenscheinlich sehr durchdacht. Nicht einfach ein Stakkato von hausgemachten Splattereinlagen erwartet das Publikum, sondern eine deftige Horrorkomödie mit Augenzwinkern. Die Rahmenhandlung bilden zwei Kumpelsn die sich die DVD „Das Geheimnis der Zauberpilze“ geklaut haben und sich diese nun auf dem heimischen Sofa ansehen wollen. Umrahmt von einer Unmenge an Flaschen mit alkoholischem Inhalt, nörgeln die beiden auf dem Sofa herum, wobei Christian Markhoff seine Stimme auf Röhre verstellt. Zu Beginn des Films an sich wird dann auch klar, woran er sich scheinbar stimmlich orientierte: Sir Hannes (aktuelle Band: „Honigdieb“) aus Dortmund. Der ehemalige Frontmann der Band „Idiots“ röhrte dereinst mit einer sehr ähnlichen Stimme und passend dazu gröhlen die beiden Kumpels dann auch im Wald das „Idiots“-Lied „Der Säufer“.
Während Christian Markhoff optisch so aussieht, als wäre er Shaggy aus „Scooby Doo“, kann sein Freund Werner Timm in mehrere Rollen und Outfits schlüpfen. Dadurch fällt Timms durchaus vorhandenes schauspielerisches Können dann auch deutlicher auf. In einer Rolle versucht er sich an einem Schweizer Dialekt, dem er aber scheinbar ungewollt eine osteuropäischen Akzent beimischt, was dann zu der berechtigten Frage im Film führt, was er denn für einen Dialekt sprechen würde. Wie schon erwähnt ist Selbstironie hier kein Problem. Die zwei Jungfilmer bedienen sich munter aus allem, was die Filmwelt und bekannte Personen so anbieten. „Platoon“, „Rambo“ und „Police Squad“ seien hier auf der filmischen Seite erwähnt und bei den bekannten Personen werden Bin Laden und Adolf Hitler auf die Schippe genommen. Der Einbau der jeweiligen Anspielungen ist gelungen und ordentlich in den Plot integriert.
Die blutigen Effekte sind ordentlich und entsprechen dem, was man schon in anderen guten Produktionen sehen konnte. Hausgemachte Effekte und eine etwas verquere Hommage an einen bekannten Film von Sam Raimi sind locker gestreut und erleben gegen Ende ihren Höhepunkt. Etwas schwer verdaulich ist das Ende des Films, denn es gibt zwar ein zeitliches Ende, aber kein Inhaltliches. Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Abspann, den der Zuschauer auf jeden Fall mitnehmen sollte. Hier wird angedeutet, in welche Marschrichtung die Fortsetzung gehen wird. Übrigens stehen die Jungfilmer neuen Talenten offen gegenüber und würden gern aus der 2-Mann-Show mehr machen. Wer sich berufen fühlt, kann sich bei ihnen melden.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität entspricht dem, was man von Amateurproduktionen kennt. Hier darf man nicht anspruchsvoll sein, aber man wird auch nicht enttäuscht. Es liegt vollkommen im genretypischen Bereich. Selbiges gilt für den Ton. Ungewöhnlich ist, dass sogar eine englische Tonspur vorhanden ist. Hut ab.
Die Extras sind üppig und eröffnen mit einem unterhaltsamen Making Of. Weitere nette Infos gibt es bei den Interviews und diese beiden Extras sind wirklich unterhaltsam. Es folgt ein Musikvideo von der Band „Die Psychopaten“ und ein Spendenaufruf der Hobbyfilmer, in dem um finanzielle und schauspielerische Unterstützung gebeten wird. Weiterhin gibt es den Kurzfilm „Spasti II“ und nicht verwendete Szenen. Selbst an einen Audiokommentar von Crippler Criss und Master W und den Unterstützern Carsten Grote und Holger Jahnke wurde gedacht. Zum guten Schluss gibt es dann auch noch einen Trailer.
Fazit:
„Das Geheimnis der Zauberpilze“ gehört zu den richtig guten Amateurproduktionen und der Zuschauer kann nur hoffen, dass der geplante zweite Teil bald genauso frisch und durchdacht umgesetzt wird. Man möchte ja wissen, wie es mit den Zauberpilzen weitergeht. Die technische Umsetzung ist genretypisch, aber keinesfalls schlecht. Die Extras sind ein Sahnehäubchen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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90:14 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interviews
- Musikvideo
- Kurzfilm: "Spasti II - Der Krüppel"
- Hilferuf
- Nicht verwendete Szenen
- Audiokommentar
- Trailer
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Das Geheimnis der Zauberpilze
Das Geheimnis der Zauberpilze
Klasse Funhorroramateurfilm aus deutschen Wäldern
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2009 Regie: Master W & Crippler Criss Drehbuch: Master W Darsteller: Master W & Crippler Criss
Label :
P.S.Y.C.H.O. Productions
Verkaufsstart : 01.09.2009
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